zur Startseite
Konzerte / Konzert Rudolf-Oetker-Halle Konzerthalle Bielefeld Bielefeld, Brunnenstr. 3-9
Konzerte | Konzert

Neujahrskonzert 2023

Bielefelder Philharmoniker

Bielefelder Philharmoniker Alexander Kalajdzic, Leitung Damit sich der nach Silvester gern geäußerte Gruß »Frohes Neues Jahr!« in Bielefeld in einen musikalischen Startschuss verwandelt, präsentieren Ihnen die Bielefelder Philharmoniker traditionell am 1. Januar ihr Neujahrskonzert. In gewohnter Manier stehen bei dem konzertanten Jahresauftakt des Hausorchesters der Rudolf-Oetker-Halle Unterhaltung und gute Laune ganz oben auf der Wunschliste – bei Ihnen wie auch bei uns: »Mit unserer Kunst wollen wir ein Stückchen Zauber in die Welt setzen«, schreibt Intendant Michael Heicks in seinem Grußwort zur Spielzeit 2022/23, »wir wollen die Geheimnisse und Rätsel, die Fragen und Fragezeichen feiern«. Als guter Vorsatz für das neue Jahr sind diese Gedanken im Neujahrskonzert am rechten Ort. Gesangssolist*innen werden vokale Glanzpunkte setzen, eine launige Moderation führt durch den Abend und am Pult steht der Chef persönlich – Generalmusikdirektor Alexander Kalajdzic. Feiern Sie mit uns!
Konzerte | Konzert

Silvesterkonzert - "I feel pretty"

Nordwestdeutsche Philharmonie

Nordwestdeutsche Philharmonie Markus Huber, Leitung Viktorija Ɖurđek, Sopran Johann Strauß: Rosen aus dem Süden Jacques Offenbach Hoffmanns Erzählungen: - Arie der Antonia - Barcarole - Arie der Olympia Gerónimo Giménez: La boda de Luis Alonso: Intermezzo Ruperto Chapi: Las hijas del Zebedeo: Carceleras Elmer Bernstein: Die glorreichen Sieben Leonard Bernstein: Candide: Glitter and Be Gay Richard Rogers: Carousel-Waltz Victor Herbert: The Enchantress: Art is calling for me Irving Berlin: Puttin' on the Ritz Nick LaRocca: Tiger Rag Viktorija Đurđek wurde 1991 in Zagreb geboren. Da hat sie auch die erste Gesangsausbildung und Erfahrungen erhielt. Nach ihrem Studium an der Musikakademie in Pula und an der Musikakademie in Zagreb hat sie das letzte Studienjahr an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart besucht. In dieser Zeit studierte Đurđek Lied bei Cornelis Witthoefft und Gesangstechnik bei Frederique Friess. Sie besuchte Gesangstechnikseminare bei Ulrike Hofbauer und Claudia Visca sowie Liedseminare bei Cornelis Witthoefft und Gerhard Zeller. Nach ihrem Abschluss sang sie am Kroatischen Nationaltheater die Frasquita (»Carmen«) und die Königin der Nacht (»Die Zauberflöte«). Als Solist des Tölzer Knabenchores arbeitete der in München geborene Markus Huber schon in früher Jugend mit Musikerpersönlichkeiten wie Herbert von Karajan, James Levine, Wolfgang Sawallisch und Nicolaus Harnoncourt. Sein Musikstudium absolvierte er an den Hochschulen in München und Wien, wo u.a. Leopold Hager (Dirigieren) und Karl-Hermann Mrongovius (Klavier) zu seinen Lehrern gehörten. Seine Dirigentenkarriere begann Markus Huber 1996 als Solorepetitor mit Dirigierverpflichtung am Landestheater Detmold. 2003 wurde Markus Huber Chefdirigent des Leipziger Symphonieorchesters und von 2008 bis 2019 war er Generalmusikdirektor des Theaters Pforzheim. Seit 2019 ist Markus Huber Chefdirigent der Thüringen Philharmonie Gotha Eisenach.
Konzerte | Konzert

Neujahrskonzert - "I feel pretty"

Nordwestdeutsche Philharmonie

Nordwestdeutsche Philharmonie Markus Huber, Leitung Viktorija Ɖurđek, Sopran Johann Strauß: Rosen aus dem Süden Jacques Offenbach Hoffmanns Erzählungen: - Arie der Antonia - Barcarole - Arie der Olympia Gerónimo Giménez: La boda de Luis Alonso: Intermezzo Ruperto Chapi: Las hijas del Zebedeo: Carceleras Elmer Bernstein: Die glorreichen Sieben Leonard Bernstein: Candide: Glitter and Be Gay Richard Rogers: Carousel-Waltz Victor Herbert: The Enchantress: Art is calling for me Irving Berlin: Puttin' on the Ritz Nick LaRocca: Tiger Rag Viktorija Đurđek wurde 1991 in Zagreb geboren. Da hat sie auch die erste Gesangsausbildung und Erfahrungen erhielt. Nach ihrem Studium an der Musikakademie in Pula und an der Musikakademie in Zagreb hat sie das letzte Studienjahr an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart besucht. In dieser Zeit studierte Đurđek Lied bei Cornelis Witthoefft und Gesangstechnik bei Frederique Friess. Sie besuchte Gesangstechnikseminare bei Ulrike Hofbauer und Claudia Visca sowie Liedseminare bei Cornelis Witthoefft und Gerhard Zeller. Nach ihrem Abschluss sang sie am Kroatischen Nationaltheater die Frasquita (»Carmen«) und die Königin der Nacht (»Die Zauberflöte«). Als Solist des Tölzer Knabenchores arbeitete der in München geborene Markus Huber schon in früher Jugend mit Musikerpersönlichkeiten wie Herbert von Karajan, James Levine, Wolfgang Sawallisch und Nicolaus Harnoncourt. Sein Musikstudium absolvierte er an den Hochschulen in München und Wien, wo u.a. Leopold Hager (Dirigieren) und Karl-Hermann Mrongovius (Klavier) zu seinen Lehrern gehörten. Seine Dirigentenkarriere begann Markus Huber 1996 als Solorepetitor mit Dirigierverpflichtung am Landestheater Detmold. 2003 wurde Markus Huber Chefdirigent des Leipziger Symphonieorchesters und von 2008 bis 2019 war er Generalmusikdirektor des Theaters Pforzheim. Seit 2019 ist Markus Huber Chefdirigent der Thüringen Philharmonie Gotha Eisenach.
Konzerte | Kammerkonzert

5. Kammerkonzert

Sinfonieorchester Münster

Sinfonieorchester Münster SERGEJ RACHMANINOW (1873–1943) Streichqurtett Nr. 1 ROBERT SCHUMANN (1810–1856) Streichqurtett Nr. 3 A-Dur op. 41/3 JOHANNES BRAHMS (1833–1897) Klavierquintett f-moll op. 34
Konzerte | Neue Musik

Compania

Sinfonieorchester Münster

Compania ist das Ensemble für Neue Musik des Sinfonieorchester Münster. Das Konzept von „Compania trifft…“ ist ein Konzert, in dem der geistige und kreative Werdegang eines einzelnen Komponisten, die Entwicklung der künstlerischen Darstellung einer immer wiederkehrenden Situation (wie zum Beispiel dem Krieg) oder auch der Weg einer (modernen) Musikrichtung von ihren Anfängen bis in die Jetztzeit dargestellt wird. So entstehen Programme, in welchen von Monteverdi bis zu den Beatles oder Zappa alles vertreten sein kann in dem Versuch, Jemanden oder Etwas musikalisch kennenzulernen.
Konzerte | Konzert

Hört, hört! - Gesprächskonzert

Sinfonieorchester Münster

Golo Berg, Generalmusikdirektor Sinfonieorchester Münster Antonín Dvořák: Sinfonie Nr. 9 e-Moll op. 95 Aus der neuen Welt Großer Beliebtheit erfreuen sich nun schon in der vierten Saison unsere Gesprächskonzerte, die längst unverzichtbarer Bestandteil der Konzertsaison des Sinfonieorchester Münster geworden sind. Der jeweilige Dirigent der Sinfoniekonzerte lädt Sie zu ausgewählten Terminen für eine kompakte Stunde in die Martinikirche ein, wo einzelne Werke des Konzertprogramms aus ganz persönlicher Perspektive erklärt und eingeordnet werden und wo das Publikum Interessantes und Wissenswertes im Detail erfährt. Was etwa passiert, wenn ein Organist sich an die hehre Gattung „Sinfonie“ wagt? Was ist „amerikanisch“ an Dvořáks 9. Sinfonie – und warum eigentlich? Und was kommt klingend heraus, wenn ein Komponist sich ein Gemälde zur Vorlage für ein sinfonisches Werk nimmt? Diese und viele weitere Fragen werden in der Reihe „Gesprächskonzerte“ beantwortet und natürlich auch musikalisch belegt. Das Sinfonieorchester Münster spielt die Musik dazu natürlich live, so dass interessierte Klassik-Neulinge ebenso auf ihre Kosten kommen wie passionierte Konzertbesucher*innen. Die einen erhalten einen leichten und lustmachenden Einstieg in die spannende Welt der Orchestermusik, den anderen öffnen sich garantiert auch ganz neue Perspektiven und Klangeindrücke jenseits bekannter Pfade.
Konzerte | Konzert

3. Kammerkonzert - Bax, Beethoven, Bartholdy

Sinfonieorchester Münster

Sinfonieorchester Münster Mihai Ionescu, Violine Stefan Marx, Violine ARNOLD BAX (1883–1953): Oboe Quintet LUDWIG VAN BEETHOVEN (1770–1827): Streichquartett F-Dur op. 59/1 FELIX MENDELSSOHN BARTHOLDY (1809–1847): Streichquintett Nr. 2 B-Dur
Konzerte | Konzert

2. Kammerkonzert - Bartók, Milhaud und Bruch

Sinfonieorchester Münster

Sinfonieorchester Münster Maia Shamugia, Violine Svenja Ciliberto, Viola BELA BARTÓK (1881–1945): „Kontraste“ für Klarinette, Violine und Klavier DARIUS MILHAUD (1892–1974): Suite für Klarinette, Violine und Klavier MAX BRUCH (1838–1920): Klavierquintett g-moll für 2 Violinen, Viola, Violoncello und Klavier
Konzerte | Konzert

Konzert des Konzertchores Münster

Sinfonieorchester Münster

MAURICE DURUFLÉ (1902–1986): Requiem op. 9 ARVO PÄRT (*1935): Credo PĒTERIS VASKS (*1946): Dona nobis pacem Der Konzertchor Münster ändert sein Programm im November 2022 als Reaktion auf den völkerrechtswidrigen Krieg in der Ukraine und als Ausdruck seiner Solidarität mit den Opfern und Leidtragenden. Er will ein Zeichen setzen gegen den Krieg und für Menschlichkeit und Frieden.
Konzerte | Konzert

Musikverein - 2. Saisonkonzert

Bielefelder Philharmoniker

Musikverein der Stadt Bielefeld Bielefelder Philharmoniker Bernd Wilden, Musikalische Leitung / Choreinstudierung Veranstalter: Musikverein der Stadt Bielefeld e.V.
Konzerte | Konzert

Johannes-Passion

Bielefelder Philharmoniker

Oratorienchor der Stadt Bielefeld Bielefelder Philharmoniker Hagen Enke, Musikalische Leitung / Choreinstudierung Veranstalter: Oratorienchor der Stadt Bielefeld e.V.
Konzerte | Konzert

Weihnachtsoratorium

Bielefelder Philharmoniker

Musikverein der Stadt Bielefeld Bielefelder Philharmoniker Bernd Wilden, Musikalische Leitung / Choreinstudierung Johann Sebastian Bach: Weihnachtsoratorium, BWV 248, Kantaten I, II, IV, VI „Jauchzet, frohlocket, auf, preiset die Tage!“ - Mit Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium stimmt der Musikverein der Stadt Bielefeld festlich auf die kommenden Feiertage ein. Das meistgespielte Werk des Thomaskantors ist mit seiner reichen Vertonung der Weihnachtsgeschichte, seinen großartigen Chören, ergreifenden Soloarien und Chorälen für viele Musikfreunde fester Bestandteil der Weihnachtszeit. Gemeinsam mit den Bielefelder Philharmonikern lässt der Musikverein in diesem Jahr die Kantaten I, II, IV und VI erklingen. Veranstalter: Musikverein der Stadt Bielefeld e.V.
Konzerte | Kammerkonzert

9. Kammerkonzert

Bielefelder Philharmoniker

Konzerte | Kammerkonzert

8. Kammerkonzert

Bielefelder Philharmoniker

Konzerte | Konzert

Haydn / Hartmann / Mozart

Bielefelder Philharmoniker

Bielefelder Philharmoniker Antje Weithaas, Violine und Leitung Joseph Haydn: Symphonie Nr. 95 c-Moll Hob I:95 Karl Amadeus Hartmann: Concerto funebre für Violine und Streichorchester (revidierte Fassung 1959) Wolfgang Amadeus Mozart: Symphonie Nr. 40 g-Moll KV 550 »Innere Emigration« und »Bekenntnismusik« kennzeichnen das Leben und Schaffen von Karl Amadeus Hartmann: 1905 in München geboren (und vor sechzig Jahren dortselbst verstorben), wurde er Zeuge der Revolution in Bayern, der gescheiterten Räterepublik und des erstarkenden Nationalsozialismus; seine Musik ist beeinflusst von Bruckner und Mahler, Strawinsky und Bartók. In Nazideutschland konnte er aufgrund seiner politischen Einstellung nicht mehr arbeiten, er komponierte im Stillen weiter – etwa das Werk Miserae für die Opfer des Konzentrationslagers Dachau im Jahr 1934. Auch das Concerto funebre, hinter dem sich ein veritables Violinkonzert verbirgt, ist eine Art Klagegesang, den Hartmann im Juli 1939 unter dem Eindruck der Annexion des Sudetenlandes durch die Deutschen zu formulieren begann. Als Joseph Haydns langjähriges Festengagement beim Fürsten Esterházy mit dessen Tod 1790 endete, trat der Geiger und Impresario Johann Peter Salomon an ihn heran und lud ihn nach London ein. Dort empfing man Haydn mit Begeisterung und offenen Armen, sodass er nicht nur zwei Jahre blieb, sondern 1794 ein zweites Mal dorthin reiste. Kein Wunder, dass die zwölf »Londoner Symphonien « in seinem Werkekanon einen wichtigen Platz einnehmen. Die 95. Symphonie sticht darunter hervor, insofern sie als einzige in einer Molltonart gehalten ist und keine langsame Einleitung aufweist – was zu ihrer ungewöhnlich kurzen Spieldauer beigetragen haben dürfte. Auch Mozart blieb in seiner g-Moll-Symphonie dem melancholischen Tonfall treu, wenngleich die ihm eigene Fähigkeit, spielerische Leichtigkeit zu assoziieren, Gefühle von Fatalismus und Resignation nicht so recht aufkommen lässt, welche sich sonst mit dieser Tonart verbinden. Die Bielefelder Philharmoniker freuen sich, mit Antje Weithaas eine renommierte Geigerin zu Gast zu haben, die in bester Konzertmeister*innentradition die gespielten Werke zugleich leitet.
Konzerte | Konzert

Rodrigo / Rachmaninow

Bielefelder Philharmoniker

Jacob Kellermann, Gitarre Bielefelder Philharmoniker Alexander Kalajdzic, Leitung Joaquín Rodrigo: Música Para un Jardín für Orchester, Concierto de Aranjuez Sergej Rachmaninow: Symphonie Nr. 3 a-Moll op. 44 Später April: Während der Frühling in Bielefeld sich häufig noch etwas ziert, steht Spanien in dieser Jahreszeit in voller Blüte. Die erwachende Natur mit ihren Duftwolken und der lebendigen Geräuschkulisse war für den seit der Kindheit erblindeten Joaquín Rodrigo ein steter Quell der Inspiration. Zwei seiner Liebeserklärungen an spanische Parks erklingen im 7. Symphoniekonzert: die 1957 uraufgeführte Música para un jardín (Musik für einen Garten), in der er den zum UNESCO-Welterbe gehörenden Retiro-Park im Herzen Madrids lautmalerisch durch die Jahreszeiten begleitet, sowie eines der bekanntesten Gitarrenkonzerte der Musikgeschichte, das Concierto de Aranjuez. In den barocken Gärten des Königlichen Palasts von Aranjuez hatte der spanische Komponist mit seiner frisch Angetrauten die Düfte von Magnolien eingesogen, Vogelgesang und Brunnenplätschern gelauscht. Doch nicht nur die glücklichen Stunden der Flitterwochen und die glanzvolle, imperiale Vergangenheit Spaniens spiegeln sich in dem 1939 entstandenen Werk, sondern auch die Klage um ein im Bürgerkrieg versinkendes Vaterland und persönliche Tragödien. Anklänge an Bachs Matthäus-Passion vermischen sich mit Elementen folkloristischer Musik – dargeboten von dem »spanischsten aller Instrumente«, der Gitarre. Joaquín Rodrigo konnte nach Kriegsende in seine Heimat zurückkehren. Ein Glück, das Sergej Rachmaninow verwehrt blieb. 1917 hatte er mit seiner Familie Russland verlassen – und war als Komponist verstummt. Als gefeierter und viel gefragter Klaviervirtuose konnte er seinen Lebensunterhalt problemlos bestreiten, doch die Ausdrucksform der Komposition, die er einmal als notwendige Lebensfunktion wie Atmen oder Essen bezeichnet hatte, litt darunter. Erst 18 Jahre nach der Emigration und 27 Jahre nach Uraufführung seiner zweiten Symphonie begann er mit der Arbeit an seiner Dritten. Moderne Klangsprache, Verknappung und rhythmische Freiheiten beweisen zwar, dass die Zeit keineswegs spurlos an Rachmaninow vorübergezogen war, doch atmet das 1936 in den USA uraufgeführte Spätwerk in allen Sätzen tiefe Verbundenheit mit dem Melodienreichtum der verlorenen russischen Heimat.
Konzerte | Konzert

Berlioz / Saint-Saëns / Respighi

Bielefelder Philharmoniker

Lena Neudauer, Violine Bielefelder Philharmoniker Alexander Kalajdzic, Leitung Hector Berlioz: Le carnaval romain Camille Saint-Saëns: Violinkonzert Nr. 3 h-Moll op. 61 Ottorino Respighi: Fontane di Roma, Pini di Roma Rom! Die ewige Stadt übt nicht nur auf Pilger und kulturhungrige Touristen eine starke Anziehung aus, sondern auch auf französische Kunstschaffende. Schließlich geht die Tradition der Académie des Beaux-Arts, jungen Talenten einen mehrjährigen Stipendienaufenthalt am Tiber zu ermöglichen, bereits auf Ludwig XIV. zurück. So hochkarätig die Aufzählung der Ausgezeichneten sich liest, so legendär ist auch die Liste derjenigen, deren Genie die Nachwelt erkannte – jedoch nicht die Jury. Dass beispielsweise Maurice Ravel nach dem fünften Versuch aufgab, führte zu einem veritablen Skandal. Hector Berlioz benötigte hingegen »nur« vier Anläufe, um den begehrten Preis zu erringen. Auch wenn er in Rom nicht rundherum glücklich wurde, war es doch eine prägende Zeit. Seine erste Oper, Benvenuto Cellini, wenige Jahre nach dem Aufenthalt in der Villa Medici entstanden, spielt denn auch während des römischen Karnevals. Aus Motiven der Oper schuf Berlioz 1844 das lebendig-abwechslungsreiche Konzertstück Le carnaval romain, das zu einem seiner meistgespielten Werke avancierte. Camille Saint-Saëns’ Bemühungen um den Rompreis blieben hingegen vergeblich. Doch die Anerkennung, die die Jury dem Schüler vorenthielt, konnte sie dem als einen der größten Musiker Frankreichs verehrten Mittvierziger nicht mehr versagen: 1881 wurde er selbst Mitglied der Académie. Ein Jahr zuvor hatte er für den gefeierten Virtuosen Pablo de Sarasate sein drittes Violinkonzert komponiert. In Sarasates Worten »ein Juwel«, das bei allen virtuosen Ansprüchen nie seine expressive, romantische Emotionalität verliert. Im Geiste des Uraufführungsinterpreten wird in Bielefeld die Violinistin Lena Neudauer »aus diesem erstklassigen Werk einen wahrhaft himmlischen Erzengel machen.« Der Italiener Ottorino Respighi benötigte kein Stipendium, um sich von Rom inspirieren zu lassen. Mit den 1916 und 1924 entstandenen symphonischen Dichtungen Fontane di Roma und Pini di Roma lädt er zu einem geradezu französischimpressionistisch anmutenden Streifzug ein, vorbei an schattenspendenden Pinien und sprudelnden Brunnen. Wer weiß? Vielleicht glitzert im Trevibrunnen ja auch die Münze des Begründers der Programmmusik – Hector Berlioz. Einführung: 45 Minuten vor Konzertbeginn im Kleinen Saal
Konzerte | Konzert

Parsifal - Richard Wagner

Bielefelder Philharmoniker

Gastsolist*innen und Ensemble Bielefelder Opernchor Extrachor JunOs Bielefelder Philharmoniker Alexander Kalajdzic, Musikalische Leitung Vincent Stefan, Videoregie Anne Christine Oppermann, Dramaturgie Bühnenweihfestspiel in drei Aufzügen WWV 111 / Dichtung von Richard Wagner / In deutscher Sprache Ewiges Leben schenkt der Gral denjenigen, die aus ihm trinken. Für den Gralskönig Amfortas entpuppte sich diese Verheißung jedoch als Fluch. Um die Gemeinschaft der Gralshüter vor der Bedrohung durch den abtrünnigen Klingsor zu befreien, bewaffnete er sich mit der Reliquie des Heiligen Speers – und versagte kläglich. Nicht nur erlag er, sein Keuschheitsgelübde brechend, den Verführungskünsten einer ge­heimnisvollen Frau, sondern er verlor darüber hinaus die heilige Waffe an den Feind und wurde damit verletzt. Niemals nun verheilt diese Wunde. Als einziger Trost bleibt Amfortas die Prophezeiung, dass »durch Mitleid wissend« ein reiner Tor ihm Erlösung bringen könne. Große Hoffnungen weckt daher der Naturbursche Parsifal, der sich eines Tages auf das Gralsgebiet verirrt. Doch Parsifal hat noch einen langen Weg vor sich, bevor er Amfortas’ Leiden wirklich verstehen lernt und erkennt, dass er sich von seinem eigenen Leben verabschieden muss, um zum ersehnten Erlöser zu werden. In Ewigkeit. Fast vierzig Jahre lang beschäftigte sich Richard Wagner mit der Sagenwelt um den Gral, jenen Becher des letzten Abendmahls, in dem auch das Blut des gekreuzigten Christus auf­ gefangen wurde – und dem die Macht, ewiges Leben zu verleihen, zugesprochen wurde. Die sich darum rankenden Legenden, christliche Rituale, aber auch buddhistisches Gedanken­ gut und Schopenhauers Ideenwelt verschmolz Wagner in seinem letzten Musiktheaterwerk zu einem eigenen Mythos. Der überbordenden Ideenfülle und bildgewaltig­suggestiven Sprache der Partitur begegnet das Theater Bielefeld gemeinsam mit einem Videokünstler mit einer visuell­musikalischen Auseinander­setzung: als Lichtspieloper in der Rudolf­ Oetker­Halle. Assoziative Bilder verstärken die Wirkung dieses »Bühnenweihfestspiels«, das schon Gustav Mahler die Sprache verschlug: »Als ich, keines Wortes fähig, aus dem Fest­spielhaus hinaustrat, da wusste ich, dass mir das Größte, Schmerzlichste aufgegangen war und dass ich es unentweiht mit mir durch mein Leben tragen werde.«
Konzerte | Kammerkonzert

7. Kammerkonzert

Bielefelder Philharmoniker

Konzerte | Kammerkonzert

Kontraste

Bielefelder Philharmoniker

Astrid den Daas, Klarinette Youngeun Kim, Saskia Peters, Nataliya Salavei, Violine Gabriele Nereo Piras, Viola Yoonha Choi, Violoncello Hiroko Arimoto, Klavier Benedikt Jäger, Tonmeister Steve Reich: New York Counterpoint für Klarinette und Tonband Béla Bartók: Kontraste Johannes Brahms: Klarinettenquintett in h-Moll op. 115 Einführung: 35 Minuten vor Konzertbeginn

Sie haben noch keinen Login? Dann registrieren Sie sich gleich hier!

Bitte schauen Sie in Ihrem E-Mail-Postfach nach der Registrierungsmail und klicken Sie auf den darin enthaltenen Link.