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Aufführungen | Schauspiel

Das Vermächtnis - 1. Teil

Theater Münster

aus dem Amerkianischen von Hannes Becker frei nach dem Roman Howards End von E. M. Forster Matthew Lopez’ gefeiertes Stück, das bereits im Londoner Westend und am Broadway lief, entfaltet ein feines, komplexes und rasantes Epos über eine Gruppe schwuler Männer, die drei verschiedenen Generationen angehören und im Zeichen ihrer Differenz um Verantwortung, Zusammenhalt, Wahr­heit und Fürsorge ringen. Eric und Toby sind ein glückliches 30-­something Paar und bestreiten mit ihren Freunden ein angenehmes Leben im Herzen der queeren und intellektuel­len Metropole New York. Doch im Klima des aufkeimenden Populismus der Trump-­Ära verändern sich die privaten und politischen Vorzeichen ihrer Existenz: Sie stürzen in eine Be­ziehungskrise, deren Folgen heftig am Selbstverständnis ihrer Identitäten rütteln und sich in der Krise eines zu tiefst ge­spaltenen, unversöhnten Landes spiegeln. Das Stück besteht aus zwei abendfüllenden Teilen, die an Wochenenden als ein zusammenhängendes Theaterevent erlebt werden können. Regie: Sebastian Schug Bühne: Jan Freese Kostüme: Juliane Götz Lichtdesign: Marco Vitale Dramaturgie: Tobias Kluge Dieses Stück wird in zwei Teilen gezeigt: 1. & 2. Teil. Diese werden sowohl als Doppelvorstellungen als auch einzeln aufgeführt.
Aufführungen | Schauspiel

Das Vermächtnis - 2. Teil

Theater Münster

aus dem Amerkianischen von Hannes Becker frei nach dem Roman Howards End von E. M. Forster Matthew Lopez’ gefeiertes Stück, das bereits im Londoner Westend und am Broadway lief, entfaltet ein feines, komplexes und rasantes Epos über eine Gruppe schwuler Männer, die drei verschiedenen Generationen angehören und im Zeichen ihrer Differenz um Verantwortung, Zusammenhalt, Wahr­heit und Fürsorge ringen. Eric und Toby sind ein glückliches 30-­something Paar und bestreiten mit ihren Freunden ein angenehmes Leben im Herzen der queeren und intellektuel­len Metropole New York. Doch im Klima des aufkeimenden Populismus der Trump-­Ära verändern sich die privaten und politischen Vorzeichen ihrer Existenz: Sie stürzen in eine Be­ziehungskrise, deren Folgen heftig am Selbstverständnis ihrer Identitäten rütteln und sich in der Krise eines zu tiefst ge­spaltenen, unversöhnten Landes spiegeln. Das Stück besteht aus zwei abendfüllenden Teilen, die an Wochenenden als ein zusammenhängendes Theaterevent erlebt werden können. Regie: Sebastian Schug Bühne: Jan Freese Kostüme: Juliane Götz Lichtdesign: Marco Vitale Dramaturgie: Tobias Kluge Dieses Stück wird in zwei Teilen gezeigt: 1. & 2. Teil. Diese werden sowohl als Doppelvorstellungen als auch einzeln aufgeführt.
Aufführungen | Schauspiel

Pisten ...

Theater Münster

Die französische Dramatikerin Penda Diouf hat einen poetisch-verstörenden Monolog über eine junge Schwarze Westeuropäerin geschrieben, die sich in einer rassistisch geprägten Umgebung nur auf den „Pisten“ des Leicht­athletikstadions stark fühlt und ihrem Idol, dem Sprinter Frankie Fredericks, nacheifert. Sie begibt sich allein auf eine Reise in dessen Heimatland Namibia und wird dort mit der Geschichte des Völkermords an den Herero und Nama durch deutsche Soldaten vor über hundert Jahren konfrontiert. So verknüpfen sich ihre persönlichen Erfahrungen mit der Geschichte der Kolonialgewalt. „Wann hat diese Reise begonnen?“ Regie: Remsi Al Khalisi / Samia Dauenhauer Bühne & Kostüme: Sophia Debus Video: Viktoria Gurina Dramaturgie: Tobias Kluge
Aufführungen | Schauspiel

Geizige

Theater Münster

Molières Geburtstag jährt sich 2022 zum 400. Mal. Eine seiner berühmtesten Komödien Der Geizige erzählt von einem alten weißen Mann, der seinen Nachkommen weder sein Geld, noch die Liebe, noch die Luft zum Atmen gönnen, geschweige denn vererben will und sich an alle irdischen Güter klammert, als könne er damit der Ver­gänglichkeit entgehen. Misstrauisch wacht er über seine Geldkassette, hingebungsvoll wie über einen Fetisch, selbst seine konsumgierigen Kinder will er meistbietend verschachern. Dabei ist er nicht alleine im Wettbewerb der egoistischen Ziele, so dass Intrigen und Verwicklungen trotz allem und fast zwangsläufig zum Happy­-End führen. Wir spielen den Klassiker in allen Rollen mit unserem Frauenensemble. Kostüme: Janine Werthmann Bühne: Christina Mrosek Regie: Cilli Drexel Dramaturgie: Victoria Weich
Aufführungen | Schauspiel

Schietwiär

Theater Münster

Helene ist eine taffe Geschäftsfrau, aufopfernde Ehefrau und Mutter. Sabrina ist hingegen alleinerziehend und arbeitet in einem Dessous-Geschäft. Gabrielle ist Single, tablettensüchtig, arbeitslos und depressiv. An einem Morgen im September treffen diese drei Frauen zufällig und aufgrund des schlechten Wetters in einer Kneipe aufeinander. Platzmangel und Helenes Burnout bewirken, dass sie sich schneller näherkommen, als ihnen lieb ist. Schonungslos werden Illusionen zerstört, Schwächen offenbart und ganze Lebensentwürfe über den Haufen geworfen. Mit viel ironischem Humor und rasantem Sprachwitz bewältigen die Protagonistinnen alle persönlichen Hürden und bringen einmal aufgebaute Fassaden rigoros zum Einsturz. Regie: Markus Kopf Bühnenbild: Manfred Kaderk Kostüme: Kathrin Land
Aufführungen | Schauspiel

NACHKOMMEN - Ein lautes Schweigen!

Theater Münster

Premiere: 19.1.2023 Das Metaverse – die Idee einer parallelen Realität, die alle digitalen Plattformen und virtuellen Welten miteinander verbindet – wird zum Sehnsuchtsort der Massen. Die Zeit der analogen Computer, hinter denen Menschen saßen und sie steuerten, ist längst vorbei. Das KI-­gesteuerte digi­tale Zeitalter mit seinen Versprechen von unendlicher Entfaltung und Identitäts-Erweiterung in virtuellen Realitäten hat begonnen. Doch was bedeutet das für den „Rest“, der den Sprung in die neue Ära verpasst hat? Oder sich den Zugang und eine Teilhabe zu dieser erst gar nicht leisten konnte? In NACHKOMMEN – Ein lautes Schweigen! begibt sich der Autor und Regisseur Emre Akal auf die Suche nach den Spuren des Analogen und Menschlichen in der Welt, nach Ungerechtigkeiten im Zugang zur Tech-Gesellschaft und nach der Schuld angesichts eines zerstörten Planeten, der die Flucht in digitale Alternativ-Welten nur allzu verlockend macht. Regie: Emre Akal Bühne: Annika Lu Hermann Dramaturgie: Tobias Kluge
Aufführungen | Musiktheater

Elektra

Theater Münster

Premiere: 18.12.2022 Libretto von Hugo von Hofmannsthal So schroff und mutig wie in seiner Elektra schrieb Richard Strauss nach 1909 nie mehr. Mit Hugo von Hofmannsthal schuf er – aus den Salons der Jahrhundertwende kommend – ein Werk von seltener Geschlossenheit und überwältigender musikalischer Wirkung. Elektras Besessenheit, Rache für den Tod ihres Vaters zu nehmen, lässt sie mit der Mutter Klytämnestra und Schwester Chrysothemis brechen und in nun über 100 Jahren Auf­führungsgeschichte als verstörend konsequenter Racheengel in einem hermetischen System von Abhängig­keiten und Schuld überdauern. Die Münstersche Inszenierung von Paul-Georg Dittrich in der Ausstattung von Christoph Ernst eröffnet eine Vielzahl von Perspektiven auf diese Oper und ihre beeindruckende wie schmerzvolle Wirkungsgeschichte. Musikalische Leitung: Golo Berg Regie: Paul-Georg Dittrich Bühne & Kostüme, Lichtdesign: Christoph Ernst Video: Lukas Rehm Choreinstudierung: Anton Tremmel Dramaturgie: Ana Edroso Stroebe
Aufführungen | Tanz

29. Münsteraner Tanzfestival

Theater Münster

Kopf hoch! Schultern gerade! Erhobenen Hauptes aus der Krise! So kann man die 29. Auflage des Münsteraner Tanzfestivals überschreiben, die am 11. Dezember im Theater Münster über die Bühne schwebt. Nachdem die Corona-Pandemie das Festivalausgabe 2020 verhinderte und 2021 nur eine arg geschrumpfte Notausgabe zuließ, treten jetzt Münsters freie Tanzgruppen wieder an, ihre ungebrochenen Lebendigkeit und Vielfalt unter Beweis zu stellen. Eingeschränkten Trainings- und Auftrittsmöglichkeiten so wie temporären Schließungen von Ballettschulen zum Trotz zeichnet Münsters Tanzszene nach wie vor durch eine bundesweit einmalige Dichte und Kooperations-bereitschaft aus.Die Organisation und Regie liegen wie immer in den bewährten Händen von Ingrid Heid (Tanzspektrum e.V.). Neun Tanzcompagnien werden sich an diesem Sonntag im Großen Haus präsentieren. Man muss keine hellseherischen Fähigkeiten haben, um vorherzusagen, dass das 29. Tanzfestival so ausverkauft sein wird wie die 28 Nummern davor. Und das geneigte Publikum wird von Beginn an sein Tanzfestival wieder erkennen. TV-Moderator Matthias Bongard wird wie gewohnt zur Eröffnung die Gruppe „Schrittwechsel“ auf die Bühne rufen. Traditionell eröffnet das von D. Gillmann geführte Tanztheater des „Lebenshilfe e.V.“ diese Veranstaltung. Ihr Stück zur Musik von Rene Aubry dreht sich um den alltäglichen Umgang mit Corona. Es folgen die Tanzprojekte Heidi Sievert . Die drei Choreographinnen I. Bernhard, K. Elberich und F. Klodwig nennen ihre Arbeit über die rebellische Künstlerin Frieda Kahlo nicht zufällig „Blaues Haus“. Danach stellt sich mit KULA DANCE FUSION eine neue Formation vor. Für den contemporary style zeichnet Tatjana Jentsch verantwortlich. Um das Spiel von Licht und Schatten geht es beim TanzLabor unter der Leitung von Martina Pleumann. Den Abschluss vor der Pause bildet das Ballett Pandoursky. Donvena Pandoursky choreographiert ein Solo für H. Voss zur Musik von Heitor Villa-Lobos. Den zweiten Teil des Abends eröffnet S. Landwehr mit ihrer Juniorcompany Flics. Sie bietet den Freunden des Klassischen Balletts Auszüge aus dem Märchenballett „Dornröschen“. Von den Anfängen des Tanzfestivals an dabei ist die Rebel Dance Company. Für sie erschuf L. Weichert ein Stück für 9 Tänzerinnen mit dem Titel „Wrecked“. Neu hingegen ist die Gruppe Projekt 7. Unter dem rätselhaften Name „in.BE.twin“ spüren die Tänzerinnen der inneren Zerrissenheit nach. Vor dem großen Finale macht dann die regelmäßigen Besuchern besten bekannte Gruppe Inmotion den Abschluss. U. Ludwig verbindet zur Musik von Rihanna Tanzstile wie Ballett, Jazz, Hiphop und Breakdance zu einem Mix der Tanzleidenschaft.
Aufführungen | Oper

Was jede Köchin summt

Theater Münster

Eine Operettenrevue zum 20-jährigen Bestehen der KammerOperette Münster mit Überraschungsgästen
Aufführungen | Schauspiel

Orestie

Theater Münster

in der Prosaübersetzung von Peter Stein Uraufführung der Texte von Sivan Ben Yishai, Miru Miroslava Svolikova und Maren Kames Über Generationen hinweg häuft das Geschlecht der Atriden Schuld auf Schuld, übt blutige Rache, die wieder zum Anlass für neue Gewalttaten genommen wird: Agamemnon opfert auf seinem Kriegszug die eigene Tochter Iphigenie für die Gunst der Götter, seine Gattin Klytämnestra nimmt Rache und ermordet den siegreichen Heimkehrer, ihr Sohn Orest sieht die ausgleichende Gerechtigkeit im Muttermord und wird von den Furien in den Wahnsinn getrieben. Am Ende soll das Racheprinzip endlich aufgegeben werden zugunsten einer bürgerschaftlichen Rechtsprechung – zu dem Preis, im Zweifel die Stimme des Mannes über alles zu stellen. Die vielfach ausgezeichneten Autorinnen Sivan Ben Yishai, Miroslava Svolikova und Maren Kames geben den Frauenfiguren Iphigenie, Kassandra und Elektra überraschende Stimmen, mit denen sie die Ur-Erzählung von der Erfindung der Demokratie um heutige Perspektiven erweitern. Regie: Elsa-Sophie Jach Bühne: Marlene Lockemann Kostüme: Johanna Stenzel Musik: Julian Stetter Dramaturgie: Remsi Al Khalisi
Aufführungen | Oper

Leben des Orest

Theater Münster

Orest muss lange wandern und viel erleben, bis der Familienfluch ihn entlässt. Opulent und unterhaltsam schildert die Oper Leben des Orest die antike Geschichte mit ungeahnten neuen Wendungen. 1930 wurde sie mit großem Erfolg uraufgeführt. Ihr Komponist Ernst Křenek wurde 1933 von den Nationalsozialisten mit einem Aufführungsverbot belegt, sodass das Werk heute kaum noch bekannt ist. Dabei gelang ihm mit allen Mitteln der großen Oper des 19. Jahrhunderts, Jazz-Idiomen und volkstümlicher Wiener Vorstadtmusik ein eingängiges Stück über die Suche des Orest nach seinem eigenen Weg aus der Tragödien­familie der antiken Orestie. Leben des Orest ist Teil unserer Orestie-Reihe zusammen mit Orestie im Schauspiel, Furien im Tanz und Elektra von Richard Strauss. Musikalische Leitung: Golo Berg Choreinstudierung: Anton Tremmel Regie: Magdalena Fuchsberger Bühne & Kostüme: Monika Biegler Video: Aron Kitzig Choreografie: Alexander Novikov Dramaturgie: Ana Edroso Stroebe
Aufführungen | Schauspiel

Blaue Frau

Theater Münster

Antje Rávik Strubel denkt in ihrem Roman sexuelle Gewalt gegen Frauen zusammen mit der strukturellen, männlichen Gewalt im globalen politischen Gefüge und der Deklassierung, die Osteuropa seit der Wende vom Westen erfahren hat. Eine Frau – Adina, Nina, Sala genannt – formiert ihre Erinnerungen. Ihre Geschichte misst die Grenzen der Liebe ebenso ab wie die Unterschiede zwischen ihrem Geburtsland Tschechien und dem Entfaltung verheißenden Berlin. Sie begegnet dem Machtfeld von Männern, wie ihrem Geliebten Leonides, der stets aufklärerisch und im Sinne einer europäischen Idee zu handeln glaubt und die ungeklärten Machtverhältnisse zwischen Russland, dem Westen und den Ländern dazwischen befragt. Und sie trifft auf den Politfunktionär Bengel, der männlichen Gunst so sicher, dass er sich gesetzlos verhalten kann. Schließlich sucht sie nach einer Sprache, um die erlebte Gewalt in der Welt hörbar zu machen. Antje Rávik Strubel erhielt 2021 für Blaue Frau den Deutschen Buchpreis. Bühne: Jeremias Böttcher Kostüme: Mascha Schubert Video: Severin Renke Dramaturgie: Victoria Weich
Aufführungen | Musiktheater

Aspects of Love

Theater Münster

Gesangstexte von Don Black & Charles Hart Basierend auf der Novelle von David Garnett Deutsch von Michael Kunze Unter den Musicals des weltberühmten Komponisten Andrew Lloyd Webber ist Aspects of Love ein echter Geheimtipp. Die Geschichte rund um Alex Dillingham, der erst die Schauspielerin Rose, dann deren Tochter Jenny und schließlich die schöne Muse Giulietta liebt, ist gefühlvoll-romantisch und witzig zugleich. Liebe, Leidenschaft und Treue, aber auch Verlust, der Konflikt der Generationen und das Leben mit und um die Kunst sind Aspekte der Liebe in Webbers Werk. Alle Personen lieben und verlassen einander und lassen sich doch nie aus den Augen. Regisseur und Musicaldarsteller Carsten Lepper stand bei der Deutschen Erstaufführung 1997 einst als Alex auf der Bühne – nun, eine Generation später, kehrt er mit einer eigenen Interpretation des Musicals und all seinen eingängigen Songs in seine Heimat, das Münsterland, zurück. Musikalische Leitung: Henning Ehlert Regie: Carsten Lepper Bühne: Charles Quiggin Kostüme: Aleš Valášek Choreografie: Vanni Viscusi Videografie: Christian Ariel Heredia Lichtdesign: Stefanie Erb Dramaturgie: Laura Herder Choreinstudierung: Anton Tremmel Spieldauer: 2 Stunden 35 Minuten inkl. Pause
Aufführungen | Schauspiel

Götz Schubert & Manuel Munzlinger

Theater Münster

Nach seinem Erfolgsroman „Auerhaus“ erzählt Bov Bjerg in „Die Modernisierung meiner Mutter“ mit schrägem Humor und entspannter Lakonie vom Leben eines mäßig erfolgreichen Schriftstellers, der mit vielschichtiger und pointierter Beobachtungsgabe die kleinen Absurditäten des Alltags in literarische Bonbons verwandelt. Götz Schubert und Manuel Munzlinger fanden die skurrilen und liebevoll geschriebenen Anekdoten von Bjerg so grandios und inspirierend, dass sie die Geschichten neu sortierten und in eine aberwitzige Rahmenhandlung packten: Ihr Held -sie nennen ihn Rolf- ist in die Krise geraten und vom mangelnden Erfolg frustriert. Er sucht sich therapeutischen Beistand in Gestalt eines hochmodernen CUBE, der ihm mit einer neuen, jedoch noch nicht ganz ausgereiften Selbstfindungs-App als Coach zur Seite steht (Siri oder Alexa lassen grüßen). Im Dialog mit seinem digitalen Gegenüber macht sich Rolf auf die Suche nach seiner Kreativität, seinem künstlerischen Urknall und seinen Wurzeln in der schwäbischen Provinz. Entstanden ist eine Theaterkomödie mit handfestem Realitätsbezug, die zwischen Gags und Augenzwinkern jede Menge Platz für berührende Momente lässt… Götz Schubert studierte an der Schauspielschule Ernst Busch in Berlin. Viel Aufmerksamkeit erhielt er als Adolf Hitler in der Inszenierung von George Taboris „Mein Kampf“ (1990) am Maxim-Gorki-Theater (Regie: Thomas Langhoff). 1995 spielte er im „Kirschgarten“ von Starregisseur Peter Stein bei den Salzburger Festspielen. Götz Schubert steht auch oft vor der Kamera. Er spielte u.a. in „Der Staat gegen Fritz Bauer“ (2015) und „Das schweigende Klassenzimmer“ (2018) und wirkte mehrfach in fast allen bedeutenden TV-Serien mit, z. B. „Bella Block“, „Polizeiruf 110“, „Wilsberg“, „Inspektor Jury“ u.a. Für die ZDF-Serie „KDD – Kriminaldauerdienst“ bekam er den Deutschen Fernsehpreis und den Adolf-Grimme-Preis und für „Der Turm“ (2012) den Publikums-Bambi. Neben herausragenden Fernsehfilmen, wie „Unsere Mütter, unsere Väter“ (2013), „Meine Tochter Anne Frank“ (2015) und „Gott – Von Ferdinand von Schirach“ (2020), war er häufig Gast im „Tatort“ und spielte in über 11 Folgen die Hauptrolle in der Fernsehreihe „Wolfsland“. Manuel Munzlinger (CUBE, Nachrichtensprecher, Nase) studierte Oboe und spielte in mehreren Orchestern, bevor er sich als Komponist, Arrangeur und Kulturmanager mit unterschiedlichsten Projekten selbständig machte. Er war Solist mit eigenen Werken bei zahlreichen Orchestern und spielte auf vielen Festivals im In- und Ausland. Aufmerksamkeit erregte sein Jazz Concerto für Oboe und Streicher, die Orchester-Suite Ein musikalischer Camping-Kloß nach Texten von Loriot und die Suite de Philharmonixx. Abo-Reihe „Meister des Wortes“ VERANSTALTER www.weverinck.de
Aufführungen | Tanz

Furien

Theater Münster

Was sind wir, was können wir? Zwölf Tänzer*innen stehen in synchroner Einheit ununterbrochen auf der Bühne, sind geführt, geleitet und getrieben von einer gemeinsamen Mission. Furien ist ein Tanz mit dem Kollektiv im Mittelpunkt. Ein wildes Rudel von rachesuchenden Punks verweigert sich jeder Verwandlung, bis es sich mit einer kosmischen Kraft konfrontiert sieht. Durch das Eingreifen Athenas erfolgt eine Verwandlung: von Rache zu Recht. Barocke Formensprache in Musik, Choreografie und Kostüm sowie griechische Literatur und Architektur bilden die Grund­­lage für Lillian Stillwells Eröffnungskreation am Theater Münster. Der Sound-Designer Randomhype liefert das elek­tronische Klangmaterial für den von Aischylos’ Furien aus Orestie und den Furien aus Christoph Willibald Glucks Orfeo ed Euridice inspirierten Tanzabend. Choreografie: Lillian Stillwell Sound Design: Randomhype (Christian Düchtel) Bühne: Stella Sattler & Jonathan Brügmann Preisträger*innen-Bühnenbild des Wettbewerbs Nachhaltige Tanzbühne Kostüm: Louise Flanagan
Aufführungen

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Theater Münster

Aufführungen

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Theater Münster

Aufführungen | Schauspiel

Drama, Disko & Diskurs #1

Theater Münster

Das Dramatiker*innen-Duo Sokola/Spreter bestreitet in dieser Spielzeit die Hausautor*innenschaft am Theater Münster. Diese findet ab nun als feste Kooperation zwischen dem Studiengang Szenisches Schreiben der UdK Berlin und der Schauspiel-Sparte statt. Im Mai kommenden Jahres feiert Sokola//Spreters Anthropozän-Theater-Krimi Farn Farn Away über das (mögliche) Ende der Menschheit im Studio Uraufführung. Bis dahin präsentiert das schreibende Duo mit Schauspieler*innen in offenen Werkstatt-Veranstaltungen der Stadt Münster seine Arbeit am Text, Gedanken und der Akustik-Gitarre. Ivana Sokola und Jona Spreter geben in dieser Auftakt-Veranstaltung erste szenische und musikalische Einblicke in ihre Arbeit. Mit Sokola//Spreter und Clara Kroneck Moderation: Tobias Kluge
Aufführungen | Film

Hälfte des Lebens.

Theater Münster

Aus Anlass des 250. Geburtstags Friedrich Hölderlins (1770–1843) widmete sich das Theater Münster 2020/21 in einer mehrmonatigen Vortragsreihe dem Leben und Werk des schwäbischen Dichters, einem der bedeutendsten Vertreter des deutschen Idealismus. Die begleitende Filmreihe musste coronabedingt verschoben werden und ist nun in sechs Sonntagsmatineen im Schlosstheater Münster zu sehen. Der junge, geniale Dichter Friedrich Hölderlin tritt in das Haus des Frankfurter Bankiers Gontard ein, um als Hauslehrer seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Er unterrichtet dessen vier Kinder und verliebt sich leidenschaftlich in Gontards Frau Susette, die seine Zuneigung erwidert. Susette wird zu seiner »Diotima«, der er in seinem Briefroman »Hyperion« ein Denkmal setzt. Doch es ist eine hoffnungslose Liebe, die nur eine kurze Zeit Erfüllung findet. Als Jakob Gontard von der Beziehung erfährt, verweist er Hölderlin des Hauses. Nach der Trennung sind beide gebrochene Menschen: Susette verweigert sich dem Leben, kränkelt und stirbt 1802, 33-jährig. Ihr Tod stürzt Hölderlin in tiefe Depressionen, von denen er sich nie wieder erholt. 1806 wird er in eine Tübinger Nervenklinik eingewiesen. Er hat noch 37 Jahre vor sich, die Hälfte seines Lebens ... Die Filmgeschichte umfasst die zehn entscheidenden Jahre zwischen 1796 und 1806 im Leben Friedrich Hölderlins. Parallel zu der tragischen Liebesgeschichte erlebt und erleidet Hölderlin den Niedergang der Französischen Revolution und macht die schmerzliche Erfahrung, dass die Deutschen sein revolutionär-demokratisches Programm ablehnen. Regisseur Herrmann Zschoches einfühlsame Inszenierung wird – mit u.a. Ulrich Mühe, Jenny Gröllmann und Michael Gwisdek – von einem hochkarätigen Schauspielerensemble umgesetzt. Regie: Herrmann Zschoche. DDR 1984 Die Filmvorführungen finden im Schloßtheater Münster (Melchersstr. 81, 48149 Münster) statt. Der Eintritt beträgt jeweils 9,- €, bei Buchung der gesamten Reihe 45,- €. Tickets sind an der Kinokasse oder online erhältlich.
Aufführungen | Film

Feuerreiter. Die Lebens- und Leidensgeschichte Friedrich Hölderlins.

Theater Münster

Filmreihe im Schlosstheater Münster zu den Theatergesprächen: Friedrich Hölderlin Aus Anlass des 250. Geburtstags Friedrich Hölderlins (1770–1843) widmete sich das Theater Münster 2020/21 in einer mehrmonatigen Vortragsreihe dem Leben und Werk des schwäbischen Dichters, einem der bedeutendsten Vertreter des deutschen Idealismus. Die begleitende Filmreihe musste coronabedingt verschoben werden und ist nun in sechs Sonntagsmatineen im Schlosstheater Münster zu sehen. Frankfurt, 1796. Auf Empfehlung seines Freundes Baron Isaac von Sinclair wird der junge Dichter Friedrich Hölderlin Hauslehrer in der Bankiersfamilie Gontard in Frankfurt. Bald verlieben sich er und die Hausherrin Susette ineinander. Der eifersüchtige Sinclair, der Hölderlin seit der Jenaer Studienzeit liebt, erfährt von dem Verhältnis und erzählt Gontard davon. Es kommt zum Streit, und Hölderlin muss das Haus verlassen, ohne zu wissen, wer ihn verraten hat. Materiell von Sinclair unterstützt, sind die folgenden zwei Jahre die produktivsten in Hölderlins Werk. Aber die öffentliche Anerkennung bleibt aus, der Literaturbetrieb wird von den Dichterfürsten Goethe und Schiller beherrscht. Gescheitert am Zeitgeschmack und der ihm, dem Künstler, eigenen Kompromisslosigkeit, geht Hölderlin ins freiwillige Exil nach Frankreich, in das Land seiner revolutionären Ideale. Als er Jahre später von der tödlichen Krankheit Susettes erfährt, eilt er sofort nach Frankfurt, kann die Geliebte aber nur noch tot in seine Arme schließen. Hölderlin fällt in geistige Umnachtung und muss mit 36 Jahren in eine Irrenanstalt eingewiesen werden. Max-Ophüls-Preisträgerin Nina Grosse, sonst eher Spezialistin für Krimis (»Tatort«) und Psychothriller, nahm sich 1998 des oft verkannten Dichters an und inszenierte nach einem Buch von Susanne Schneider diese beeindruckend gespielte und fotografierte Biografie. Besonders überzeugend: Martin Feifel in der Rolle des Hölderlin und Ulrich Matthes als Sinclair. Matthes wurde 1999 mit dem Bayerischen Filmpreis als bester Darsteller ausgezeichnet, Egon Werdin für den Deutschen Kamerapreis nominiert. Regie: Nina Grosse. Deutschland 1998 Die Filmvorführungen finden im Schloßtheater Münster (Melchersstr. 81, 48149 Münster) statt. Der Eintritt beträgt jeweils 9,- €, bei Buchung der gesamten Reihe 45,- €. Tickets sind an der Kinokasse oder online erhältlich.

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