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U:DREI – Podcast für Theater, Kultur und Leben

Theater Münster

Seit der Spielzeit 21/22 können Sie mit dem U:DREI-Podcast spartenübergreifende Beiträge zum aktuellen Spielplan, und darüber hinaus, digital abrufen. In der Probebühne III im Keller des Theaters, zwischen Bühnenbildern und Garderobenstangen, sprechen wir monatlich über Spiel und Betrieb, Konzert und Schauspiel, Text und Skulptur. Alle Folgen, darunter ein Besuch im Skulptur Projekte-Archiv und eine Zoom-Konferenz mit dem Zukunftsinstitut Frankfurt, sind auf dieser Seite kostenlos abrufbar.
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Friedrich Hölderlin - aus Anlass des 250. Geburtstags 2020

Theater Münster

Der schwäbische Schriftsteller Friedrich Hölderlin (1770–1843), namhafter Vertreter des deutschen Idealismus, Freund und Diskussionspartner Georg W. F. Hegels und Friedrich W. J. Schellings, gilt als ein Vordenker der klassischen deutschen Philosophie. Seine extreme Sensibilität befähigte ihn darüber hinaus zu einzigartigen, vieldeutigen lyrischen und dramatischen Schöpfungen, deren wirkungsmächtige Ausstrahlung bis ins 21. Jahrhundert reichen. Zu Lebzeiten galt Hölderlin als Außenseiter, er selbst sah sich als »Dichter in dürftiger Zeit«, als ein ewig Heimatloser und Revolutionär, der an der Enge des Alltags zu ersticken glaubte und mit seinen kühnen Zukunftsträumen von Freiheit und Gleichheit an den politischen Realitäten seiner Epoche scheitern musste. Von der Mitwelt als geisteskrank erklärt, sollte er die zweite Hälfte seines Lebens wegen schwerer psychischer Krisen in einem Tübinger Turm oberhalb des Neckars verbringen. Nach seinem Tod fast vergessen, entdeckte ihn das 20. Jahrhundert neu und stilisierte ihn zur umschwärmten Kultfigur der deutschen Dichtung. Als »großer Seher, der für sein Volk ins Licht tritt«, bejubelte ihn Stefan George, der Kommunist Johannes R. Becher adoptierte ihn als »Sänger der nationalrevolutionären Befreiung«. Martin Heidegger adelte ihn schließlich zum Dichter-Messias und Künder einer »Ursprache«. Komponisten wie Paul Hindemith, Carl Orff und Hans Werner Henze vertonten seine Werke, bildende Künstler wie Erich Heckel und Max Ernst erfuhren die inspirierende Kraft des dichterischen Erbes. Aus Anlass des 250. Geburtstags am 20. März 2020 widmete sich das Theater Münster in einem der umfangreichsten Veranstaltungsprogramme im Jubiläumsjahr dem Werk Friedrich Hölderlins und seiner vielgestaltigen Rezeptionsgeschichte. Vertreter der internationalen Hölderlin-Forschung aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Italien beleuchteten sein dichterisches Oeuvre, Schauspieler des Theaters Münster brachten in Lesungen seine sprachgewaltige Poesie zum Vortrag. Pandemiebedingt im März 2020 unterbrochen wird die Vortragsreihe nun von Oktober bis Dezember 2021 fortgesetzt. Montag, 6. Dezember , 20.00 Uhr, Theatertreff Prof. Dr. Marco Castellari Dipartimento di Lingue e Letterature Straniere, Università degli studi di Milano Hölderlin und das Theater, Hölderlin auf dem Theater Montag, 13. Dezember , 20.00 Uhr, Theatertreff Valérie Lawitschka, Tübingen/ Grenoble Hölderlins Nachwirkungen in der bildenden Kunst Montag, 20. Dezember, 20.00 Uhr, Theatertreff Prof. Dr. Violetta Waibel Institut für Philosophie, Universität Wien »Vorstellung und Empfindung und Räsonnement, nach poëtischer Logik, entwikelt«. Friedrich Hölderlins Denken im Kontext der Philosophie seiner Zeit
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Der schwäbische Schriftsteller Friedrich Hölderlin (1770–1843), namhafter Vertreter des deutschen Idealismus, Freund und Diskussionspartner Georg W. F. Hegels und Friedrich W. J. Schellings, gilt als ein Vordenker der klassischen deutschen Philosophie. Seine extreme Sensibilität befähigte ihn darüber hinaus zu einzigartigen, vieldeutigen lyrischen und dramatischen Schöpfungen, deren wirkungsmächtige Ausstrahlung bis ins 21. Jahrhundert reichen. Zu Lebzeiten galt Hölderlin als Außenseiter, er selbst sah sich als »Dichter in dürftiger Zeit«, als ein ewig Heimatloser und Revolutionär, der an der Enge des Alltags zu ersticken glaubte und mit seinen kühnen Zukunftsträumen von Freiheit und Gleichheit an den politischen Realitäten seiner Epoche scheitern musste. Von der Mitwelt als geisteskrank erklärt, sollte er die zweite Hälfte seines Lebens wegen schwerer psychischer Krisen in einem Tübinger Turm oberhalb des Neckars verbringen. Nach seinem Tod fast vergessen, entdeckte ihn das 20. Jahrhundert neu und stilisierte ihn zur umschwärmten Kultfigur der deutschen Dichtung. Als »großer Seher, der für sein Volk ins Licht tritt«, bejubelte ihn Stefan George, der Kommunist Johannes R. Becher adoptierte ihn als »Sänger der nationalrevolutionären Befreiung«. Martin Heidegger adelte ihn schließlich zum Dichter-Messias und Künder einer »Ursprache«. Komponisten wie Paul Hindemith, Carl Orff und Hans Werner Henze vertonten seine Werke, bildende Künstler wie Erich Heckel und Max Ernst erfuhren die inspirierende Kraft des dichterischen Erbes.
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Wer wir sind und was wir wollen. Marta Herford ist ein junges international ausgerichtetes Museum für zeitgenössische Kunst mit besonderem Bezug zu Architektur und Design. Ausstellen und Vermitteln stehen im Zentrum unseres Engagements für die Kunst. Gleichermaßen fühlen wir uns den klassischen Aufgaben des Museums verbunden: Sammeln, Bewahren und Forschen. Seit 2015 bloggen wir regelmäßig aus allen Abteilungen. Zudem freuen wir uns immer wieder über Gäste, die wir als Expert*innen einladen Stellung zu beziehen. In der Rubrik „ausstellen“ versammeln sich Beiträge rund um unsere aktuellen und vergangenen Ausstellungsprojekte. Besonders interessant sind hier die zahlreichen Interviews, in denen die Künstler*innen selbst zu Wort kommen. Mehr über unser Museum, unsere Arbeit und weitere Veranstaltungen erfahrt Ihr in der Rubrik „entdecken“. Meinungen zu aktuellen Tendenzen in der Kunst, die oft auch mit einem Augenzwinkern geschrieben sind, fasst die Rubrik „querdenken“ zusammen. Anregungen, Fragen oder Kritik zu unserem Blog? Bist Du Blogger*in, Journalist*in, Kunstenthusiast*in oder Fotograf*in? Wir freuen uns über jede Form des Austauschs und der Vernetzung. Auf der Autorenseite findest Du über dieses Kontaktformular hinaus die E-Mail-Adressen unserer Autor*innen. Bildmaterial und Informationen zu unseren aktuellen Ausstellungen stehen auf der Presseseite des Museums zur Verfügung, diese können gerne für Beiträge zu unseren Ausstellungen verwendet werden. Falls Du einen Beitrag über das Marta Herford geschrieben haben, sende uns den Link gerne per E-Mail und wir teilen den Beitrag ggf. über unsere Kanäle.

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