Aufführungen / Theater
Theater Münster
Münster, Neubrückenstraße 63
- Heute: Maria Stuart
- Premiere: Toxische Männer
- Das Vermächtnis - 1. Teil

- Das Vermächtnis - 2. Teil

- Schoneberg Konzert: Grandbrothers
- Bunbury - Ernst sein ist alles!
- Sie sagen Täubchen, ich sag Taube
- Tanz Unlimited
- Der Liebestrank (L'elisir d'amore)

- Gewölk
- Der zerbrochne Krug

- WoW Poetry Slam Allstars #2
- Die Schwäne
- Die Wurzel aus Sein
- Literatur für Liebhaber: Das Johannisevangelium
- Alle müegt Georg (Alle lieben George)
- Es ist nie Sommer im Ruhrgebiet
- La Bohème

- Der Graf von Monte Christo
- Theaterführung
- Amor / Absicht
- Die Kantine
- Konzert des Jahres
- 2. Tanzspektrum
- And now Hanau

- Der junge Mann

- 3. Gala-Benefizkonzert mit dem Luftwaffenmusikkorps Münster
- Schauspielclub
- Schoneberg Konzert: Gautier Capuçon (Cello)
- A Midsummer Night's Dream (Ein Sommernachtstraum)
- Operettencafé
- TanzNAH
- 3-D-Rundgang
- U:DREI – Podcast für Theater, Kultur und Leben
- größte und traditionsreichste Kultureinrichtung Münsters mit fünf Sparten: Musiktheater, Schauspiel, Tanztheater, Konzert und Jungem Theater
Aufführungen
| Tanz
Aufführungen
| Gala
3. Gala-Benefizkonzert mit dem Luftwaffenmusikkorps Münster
Theater Münster
Erleben Sie das Luftwaffenmusikkorps Münster unter der Leitung von Oberstleutnant Kalweit live am 20.03.2026 um 19:30 Uhr im Theater Münster Das Luftwaffenmusikkorps Münster präsentiert ihnen im Jubiläumsjahr 2026 anlässlich des 70. Geburtstages ein ganz besonders erlesenes Konzertprogramm mit anspruchsvollen Originalkompositionen für sinfonisches Blasorchester und natürlich auch traditioneller Marsch- und Blasmusik. Für unser Jubiläumskonzert treten daher besonders unsere eigenen Musikerinnen und Musiker in den Vordergrund! Im zweiten Konzertteil entführen wir Sie dann wieder ganz getreu unseres speziellen Mottos "Luftwaffensound" in die aufregende Welt der anspruchsvollen Unterhaltungsmusik mit mitreißenden Big Band-, Show-, Film- und Musical-Darbietungen. Lassen Sie sich mitreißen, wir freuen uns auf Sie.
Aufführungen
| Tanz
2. Tanzspektrum
Theater Münster
Carmen ist Leidenschaft pur. Zur zauberhaften, emotionalen und temperamentvollen Carmen Suite von Rodion Schtschedrin nach der Vorlage von George Bizets Oper, schaffen Tanya und Julio Acevedo eine dynamische Choreografie zu der Geschichte um Mut und Eifersucht. Die starke und unabhängige Frau Carmen stellt die Freiheit der Liebe über gesellschaftlichen Konventionen und wird dadurch als Symbol für Individualität und Rebellion. So entspinnt sich das Drama zwischen Carmen, Don José und dem Torero Escamillo und steigert sich bis zur tragischen Konfrontation. Temperament und Rhythmus prägen auch die preisgekrönte Choreografie zu Ravels Bolero, die für diesen Abend wieder aufgenommen wird und den ersten Teil des Ballettabends bildet. Eingeleitet wird der Abend von der elegischen "Pavane pour une infante défunte“, ebenfalls von Ravel, die den Zuschauer von Beginn an in eine andere Welt entführt. Die Choreografien des zweiteiligen Abends repräsentieren das, wofür die Balletto Dance Company in Münster steht: klassisches und modernes, zeitgenössisches Ballett. Präzision in den Bewegungen, Musikalität und Emotionalität.
Aufführungen
| Schauspiel
Maria Stuart
Theater Münster
Premiere: 14.3.2026 Zwei Königinnen, vereint in ihrem Erbe, gespalten durch Machtansprüche: Nachdem die schottische Königin Maria Stuart von ihrem Volk des Gattenmordes beschuldigt wurde, flieht sie ins protestantische England, auch weil sie sich aus ihrem Katholizismus heraus als die rechtmäßige Erbin der englischen Krone begreift. Sie wird von Elisabeth I., Königin Englands, festgenommen und muss 19 Jahre bis zu ihrem Prozess in Gefangenschaft verharren. Während das Schicksal Marias in den Händen ihrer Rivalin liegt, entfaltet sich eine tiefgreifende Auseinandersetzung über den Preis der Krone. Friedrich Schiller zeigt uns in seinem Historien-Drama die menschliche Tragödie hinter den Machtspielen und wirft die Frage nach der persönlichen und politischen Verantwortung auf. Regie: Julia Hölscher Bühne und Kostüm: Jonathan Carl Jensen, Sofia Stål Musik: Simon Hastreiter, Tobias Vethake Dramaturgie: Julia Fiebag
Aufführungen
| Musiktheater
Die Kantine
Theater Münster
Premiere: 27.2.2026 Was geht eigentlich hinter den Kulissen des Theater Münster vor sich? Die überraschende Antwort liefern der Komponist und Regisseur Nico Sauer und sein Team. Sie lassen Orchester und Gesang nicht wie gewohnt auf der Bühne, sondern an unterschiedlichen Orten des Gebäudes erklingen. Tätigkeiten der Theatermitarbeiter*innen, die normalerweise im Verborgenen stattfinden, werden von den Künstler*innen beobachtet und in eine musikalische wie szenische Form gebracht. Bei einem Rundgang durch das Haus wird so der Sound des Theaterbetriebs hörbar, Arbeitsabläufe werden reeanactet. Selbst kleinste Details wie das Tippen einer Computertastatur oder das Kreischen einer Säge können Teil der Komposition werden. Musikalische Leitung: Thorsten Schmid-Kapfenburg Regie & Komposition: Nico Sauer Tanzchoreografie: Caroline Beach Bühne: Maria Magdalena Emmerig Kostüme: Jasmin Knitter Lichtdesign: Malte Spitzer Dramaturgie: Katharina Kost-Tolmein, Roland Quitt, Rosa Coppola Das Projekt "Die Kantine" ist Teil von "NOperas!" - einer Initiative des Fonds Experimentelles Musiktheater (feXm). In Trägerschaft des NRW KULTURsekretariats wird es in Kooperation mit dem Staatstheater Darmstadt und dem Theater Münster realisiert.
Aufführungen
| Schauspiel
Toxische Männer
Theater Münster
Premiere: 27.3.2026 „liebe menschen. hallo. schön euch kennenzulernen.“ Die wohlwollende Herrscher-KI kim hat in der nahen Zukunft das Internet ersetzt, um Ordnung in das menschengemachte Chaos zu bringen. kim errechnet, dass männliche Machtfantasien und der daraus resultierende Geschlechterkampf Grund vielen Übels sind. So sorgt kim kurzerhand für eine geschlechtergetrennte Welt, in der die Medizin hoch entwickelt ist, alle einem sinnhaften Job nachgehen und jenseits der Überproduktion optimal versorgt sind. Während kim von diesem verführerischen Frieden träumt, muss Prometheus – der erste Mann, der sich gegen die Götter erhoben und damit die Zivilisation begründet hat – ertragen, dass seine Leber gefressen wird. Bei ihm regt sich Widerstand gegen die göttliche Bestrafung, ebenso keimen Umsturzpläne gegen kim auf. Sollten sie kims Kabel kappen? Wie kaum ein anderer Autor versteht der vielfach ausgezeichnete Dramatiker Konstantin Küspert es, uns in unseren dunklen Befürchtungen bei Betrachtung der Weltlage ein befreiendes Lachen zu ermöglichen. Seine Komödie Toxische Männer vereint die verschiedenen Spielarten des Humors mit einer treffenden Zeitdiagnose und macht uns einen Vorschlag, wie die schöne neue Welt aussehen könnte. Gefördert im Rahmen von Neue Wege vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. Regie: Cilli Drexel Bühne: Anna Brandstätter Kostüme: Nicole Zielke Musik: Lori Brückner Dramaturgie: Victoria Weich
Aufführungen
| Tanz
Tanz Unlimited
Theater Münster
Mit der diplomierten Bühnentänzerin, Choreografin und Tanzlehrerin Laura Delfino konnten wir eine vielseitige und erfahrene Gast-Künstlerin gewinnen, die in dieser Saison die Einheiten dieser Veranstaltung leiten wird. Vielleicht erinnert sich auch der Eine oder die Andere unter ihnen daran, dass sie bereits von 2003 bis 2012 als choreografische Assistentin und Trainingsleiterin für das Tanztheater Daniel Goldin tätig war. Außerdem kreierte Laura Delfino für das Junge Theater Münster die Werke Gloria und Spring Awakening. Karten gibt es ausschließlich über die Theaterkasse.
Aufführungen
| Schauspiel
Es ist nie Sommer im Ruhrgebiet
Theater Münster
Der Autor und Regisseur Guido Wertheimer wurde als Nachkomme jüdisch-deutscher Exilant*innen 1996 in Buenos Aires geboren. Dorthin floh seine Urgroßmutter Julia Studinski 1939 vor den Nazis – und baute sich mit Mann und 13-jährigem Sohn über Nacht ein neues Leben auf. Sie hatten unwahrscheinliches Glück: Eine entfernte Verwandte, die zwischen den Kriegen nach Argentinien ausgewandert war, verschaffte der Familie das rettende Einladungsschreiben und das Ticket in die Fremde. Der Besitz der Familie wurde im Hamburger Hafen von den Nazis konfisziert. Vor ihrer Flucht lebte die Familie in Berlin und Recklinghausen. Dort besaß sie am Markt 8 ein Schuhgeschäft, das ebenfalls von den Nazis enteignet wurde und bis heute (unter anderem Namen) besteht. Auch die Glocken der St. Peter Kirche, die Julia Studinski als Kind hörte, läuten heute noch immer. Julias Liebe und Leidenschaft für das Klavier und Chopin gingen jedoch mit dem Steinway-Flügel, der sich im konfiszierten Container befand, verloren. Sie begann ein neues argentinisches Leben als Mitarbeiterin eines Politikers – ohne die Musik. Die Todesmeldungen ihres Vaters, der in einem weißrussischen Lager ermordet wurde, und ihrer Mutter, die an „Traurigkeit“ starb, erreichten sie nur als knappe Nachrichten über den Atlantik hinweg. Guido Wertheimer, Hausautor am Theater Münster in der Spielzeit 2023/24, hat sich in private und städtische Archive begeben und jüdische Opfer- und deutsche Tätergeschichten zu Tage gefördert – sowie eine wundersam-verrückte Verbindung zwischen dem ehemaligen Münsteraner Rabbi Fritz Steinthal und seiner eigenen argentinischen Familie. Über das Viereck Münster-Recklinghausen-Berlin-Buenos Aires und die Geister seiner Vorfahren hat Guido Wertheimer ein doku-fiktionales Stück geschrieben. In diesem stellt er sich dem langen Schatten seiner Familiengeschichte und sucht die Toten der Vergangenheit zwischen den Lebenden der Gegenwart. Sein Autoren-Ich begibt sich auf eine Spurensuche, die den eigenen Körper zum Startpunkt und Anlass nimmt, die Vergangenheit nicht ruhen zu lassen. Regie: Guido Wertheimer Bühne: Shahrzad Rahmani Kostüme: Ayana Lechelt Video: Ana Iramain Musik: Gustavo Obligado Dramaturgie: Tobias Kluge Dauer: ca. 1 Stunde und 20 Minuten, keine Pause Gefördert im Rahmen von NEUE WEGE vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen in Zusammenarbeit mit dem KULTURsekretariat.
Aufführungen
| Schauspiel
Die Wurzel aus Sein
Theater Münster
1978 muss der kleine Talyani mit seiner Familie vor dem Bürgerkrieg aus den Libanon fliehen. Wohin verschlägt sie der Zufall? Nehmen sie ein Flugzeug nach Rom oder nach Paris? In Wajdi Mouawads Stück entspinnen sich ausgehend von unterschiedlichen Flucht-Möglichkeiten der Familie Waqar Malik verschiedene Versionen ihres Schicksals: Talyani wird gefeierter Neurochirurg in Italien, bildender Künstler und Enfant terrible in Quebec, verurteilter Mörder in einer texanischen Todeszelle oder er bleibt doch als Inhaber eines Jeansladens in Beirut. Dort ereignet sich 2020 eine große Explosion, mit der sich die Frage nach einem im Libanon möglichen Leben erneut stellt. Die Geschichten fallen zunehmend ineinander und bilden eine große, serienähnliche Erzählung. Alle Figuren stehen an entscheidenden Momenten ihres Lebens, sie suchen nach Gesten des Muts und des Vergebens. Regisseur Moritz Sostmann bringt Mouawads rasantes wie philosophisches Stück mit Schauspieler* innen und Puppen in Münster zur Deutschen Erstaufführung. In Münster inszenierte er in der Spielzeit 23/24 „eine höchst poetisch-artistische Bühnenversion“ (F.A.Z.) von Serhij Zhadans Internat. Das Stück Die Wurzel aus Sein ist im Verlag der Autoren auch als Buch erschienen. Aus dem Französischen von Uli Menke Regie: Moritz Sostmann Bühne & Kostüme: Klemens Kühn Puppenbau: Hagen Tilp Lichtdesign: Malte Spitzer Dramaturgie: Victoria Weich Dauer: ca. 3 Stunden inklusive einer Pause
Aufführungen
| Oper
La Bohème
Theater Münster
Nach Szenen aus Henri Murgers "Vie de Bohème" in vier Bildern Text von Giuseppe Giacosa und Luici Illica Paris 1830: Marcello, Rodolfo, Colline und Schaunard widmen ihr Leben der Liebe zur Kunst und ihren künstlerischen Idealen – frei von gesellschaftlichen Konventionen und Normen, frei von falschen Werten. Warum sich von feinen Köstlichkeiten ernähren, wenn man auch von den eigenen Versen, von Poesie satt werden kann? Doch die Begegnung mit der kranken Mimì erinnert alle daran, wie nah der Tod ist. Wie in einem impressionistischen Gemälde skizziert Puccini in La Bohème, 1896 am Teatro Regio in Turin uraufgeführt, mit raffinierten Pinselstrichen eine kaleidoskopische Geschichte: Im Wechsel burlesker, sentimentaler und tiefempfundener emotionaler Momente entsteht eine unwiderstehliche Mixtur aus Komik und Tragik, aus Humor und Melancholie. Musikalische Leitung: Henning Ehlert Regie: Effi Méndez Bühnenbild: Stefan Heinrichs Kostüme: Constanze Schuster Choreinstudierung: Anton Tremmel Dramaturgie: Ana Edroso Stroebe Musiktheaterpädagogik: Friederike Disselbeck-Uhrlandt Chorleitung Kinderchor: Margarete Sandhäger, Rita Stork-Herbst In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln Dauer: 2 Stunden 15 Minuten, Pause nach 55 Minuten
Aufführungen
| Schauspiel
Alle müegt Georg (Alle lieben George)
Theater Münster
Deutsch von Inge Greiffenhagen Übertragen ins münsterländische Platt von Hannes Demming Über den Gartenzaun lässt es sich am besten tratschen. Drei Paare treffen sich in ihren angrenzenden Gärten und haben Neuigkeiten. George Riley, früher der Schwarm aller Mädchen, heute der ewige Junggeselle, ist unheilbar krank. Da ihm nur noch wenige Monate seines Lebens verbleiben, erinnern sich die engsten Freunde von George Riley mit Liebe, Nostalgie oder gelegentlichen Wutausbrüchen daran, wie sehr er ihr gesamtes bisheriges Leben beeinflusst hat. Doch George plant einen letzten Abschied, der ihr ganzes zukünftiges Leben durcheinander zu bringen droht. Regie: Markus Kopf Bühne & Kostüme: Manfred Kaderk Kostüm: Corinna Schönfelder Dauer: 2 Stunden 20 Minuten, eine Pause nach 1 Stunde und 10 Minuten
Aufführungen
| Schauspiel
Gewölk
Theater Münster
Eigentlich will Mavie von ihrem Liebeskummer erzählen. Ihre Freundin Lou ist nicht zum geplanten Motorrad-Roadtrip erschienen und überlässt Mavie ihrem Schicksal. Für sie ist vorgesehen, von einer wildgewordenen Hundemeute gefressen zu werden, doch Mavie reicht es mit diesem Stück, das ihr Leben ist. Sie hört auf dem Skript zu folgen und beginnt, sich einen neuen Text zu überlegen. Als der Theaterautor Peter bemerkt, dass sich seine Figur verselbständigt hat, tritt er in Aktion mit ihr. Figur und Autor begegnen sich auf der Theaterbühne und erforschen die Banalität der Vergänglichkeit. Todesmutig beginnen Mavie und Peter von ihren Verlusten zu berichten, die sich immer wieder in vermeintlich alltäglichen Beobachtungen von Tieren und Gegenständen manifestieren: Eine Eintagsfliege, die um den Essig kreist, das Ende der Spargelzeit, ein schmelzender Gletscher, Mavies Eltern, die nie gesprochen haben und Peters Vater, der vergessen hat, wie man lebt. Paula Kläy (Hausuatorin 2024/25) verschiebt die Härte der realen Verluste auf die Theaterbühne, wo sie gleichzeitig wahr und erfunden sind. Wo der Bühnennebel das Vergessen von Peters dementem Vater ist, aber eben auch – Bühnennebel. Damit erhebt der Text die Traurigkeit zu einem absurd-humorvollen Experiment, in dem sich Mavie dem Verlust verweigern kann. Sie schreit nach dem Leben und der Liebe, von der Angst vor Verlusten nicht kleinzukriegen, und mit dem starken Willen, auch über den Tod selbst zu bestimmen. Regie: Tamara Aijamathiesen Bühne und Kostüm: Anton von Bredow Dramaturgie: Julia Fiebag Dauer: ca. 1 Stunde und 10 Minuten, ohne Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Muskeln aus Plastik
Theater Münster
Kay liegt mit dem flauschigen blau-rosa-weißen Hai auf dem Bett und weiß. nicht, „wann dey zuletzt so erschöpft / wann dey zuletzt so hyped war“. Verknallt, aber zugleich krank, möchte Kay eigentlich deren Lover Aron treffen, sich im eigenen trans* Körper einrichten. Queeres Begehren und Schmerz branden mit- und gegeneinander auf, doch Kay bleibt nicht alleine mit beidem. Kay macht einen Ausflug zu IKEA und einen Roadtrip, findet Freundschaft und schafft sich ein queeres care-Netzwerk, in dem Fürsorge und Empowerment herrschen. Kay Matter ist ausgezeichneter Autor und schreibt dem Theater Münster einen Uraufführungstext, ausgehend von seinem, von Kritik und Community gefeiertem, Prosadebüt Muskeln aus Plastik, das wegweisend Queerness und Be_hinderung verarbeitet. Regie, Bühne, Musik: Jakob Weiss Kostüme: Elena Gaus Dramaturgie: Victoria Weich Lichtdesign: Malte Spitzer Gefördert im Rahmen von Neue Wege vom Ministerium fürKultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. ab 16 Jahren Dauer: 1 Stunde 20 Minuten, keine Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Bunbury - Ernst sein ist alles!
Theater Münster
Was wäre, wenn man für einen Tag jemand anderes sein könnte? Jemand, der frei von den Zwängen der bürgerlichen Norm lebt? Um ihren gesellschaftlichen Verpflichtungen zu entkommen, immer dem Vergnügen entgegen, erfinden sich die beiden Freunde Jack und Algernon jeweils eine alternative Identität: Während Jack regelmäßig als sein feierlustiger Bruder "Ernst" in die Stadt reist, nutzt Algernon seinen erfundenen kranken Freund "Bunbury", um aufs Land fahren zu können. Als Algernon dann auch noch Jack auf dem Land besucht und sich als seinen Bruder "Ernst" ausgibt, ist das Wechselspiel aus Ernst und Unernst angerichtet. Oscar Wilde führt uns mit Witz und Ironie durch ein Spiel der Masken, das Möglichkeiten aufzeigt, aus Konventionen auszubrechen. Deutsch von Sebastian Schug Regie: Sebastian Schug Bühne: Jan Freese Kostüme: Nicole Zielke Dramaturgie: Julia Fiebag Dauer: ca. 2 Stunden und 30 Minuten, inklusive einer Pause
Aufführungen
| Tanz
Die Schwäne
Theater Münster
Wer kennt nicht das Märchen der Schwanenprinzessin Odette, ihrem Gegenpart Odile und Prinz Siegfried, Opfer des magischen Verwirrspiels von Rotbart? Mit Schwanensee (1877/1895) schuf der Komponist Pjotr I. Tschaikowsky ein Meisterwerk des Klassischen Balletts, das bis heute zum Repertoire vieler Tanzcompagnien zählt. Nun nimmt sich Lillian Stillwell dieses Stoffes an und interpretiert ihn neu, indem sie den inhaltlichen Schwerpunkt auf die tanzende Gruppe und die weibliche Bühnenfigur Odette legt: Sie ist das Subjekt der Handlung. Während in klassischen Choreografien die Schwäne im Corps-de-Ballet durch Synchronizität gekennzeichnet sind, geht Stillwell anders an das Tanz-Kollektiv heran und interpretiert es als eine Gruppe aus Individuen. Dabei verzichtet sie auch nicht auf das, was man im Allgemeinen mit Schwanensee assoziiert: eine Liebesgeschichte. Musikalische Leitung: Henning Ehlert Dramaturgie, Libretto: Claus Spahn Choreografie, Inszenierung: Lillian Stillwell Bühne, Lightdesign: Ben Baur Kostüme: Uta Meenen Lightdesign: Meike Parys Dramaturgie: Regina Genée
Aufführungen
| Schauspiel
Der junge Mann
Theater Münster
Sie ist Mitte fünfzig und beginnt ein Verhältnis mit einem dreißig Jahre jüngeren Mann. Einem Studenten, noch dem Milieu verhaftet, aus dem sie sich emanzipiert zu haben glaubt. Er verlässt die gleichaltrige Freundin und liebt sie mit einer Leidenschaft wie keiner zuvor. Entrückte Tage und Nächte in seinem kargen Zimmer, Matratze auf dem Boden, löchrige Wände, defekter Kühlschrank. Doch die intime Episode ist zugleich etwas Politisches, auf der Straße, in den Restaurants und Bars: fast ständig böse Blicke, wütende Reaktionen. Sie ist wieder das »skandalöse Mädchen« ihrer Jugend, nun aber ganz ohne Scham, mit einem Gefühl der Befreiung. Annie Ernaux bricht ihr letztes Tabu – radikal pointiert und prägnant erzählt sie von einer skandalösen Liebesbeziehung, einer ambivalenten Rückkehr in die eigene Vergangenheit und der triumphalen Überwindung einer lebenslangen Scham. Aus dem Französischen von Sonja Finck Nobelpreis für Literatur 2022 Regie: Remsi Al Khalisi Ausstattung: Nicole Zielke Dramaturgie: Julia Fiebag, Victoria Weich Dauer: 55 Minuten, keine Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Matthias Brandt & Jens Thomas: „DÄMON“
Theater Münster
Ein Mann beginnt unter seltsamen Erscheinungen zu leiden. Er sieht Dinge, hört Geräusche, die außer ihm niemand wahrnimmt. Immer mehr steigert er sich in die Vorstellung hinein, dass ein furchtbares unbekanntes Wesen von ihm Besitz ergreift. Das Unsichtbare wird zur Obsession, bis er eines Tages vor der Erkenntnis steht: „Ich kann nicht mehr wollen, aber jemand will für mich.“ „Le Horla“ ist die vielleicht bekannteste phantastische Novelle Guy de Maupassants, ein frühes Meisterwerk der psychologischen Horrorliteratur. Matthias Brandt und Jens Thomas nehmen Maupassants Erzählung und weitere Texte zur Vorlage für ihre neueste Zusammenarbeit. Der Soundtrack und die Songs stammen von Jens Thomas. Mit „Dämon“ knüpfen beide an ihre gemeinsame Arbeit in „Psycho“ an. Nach „Das Bergwerk zu Falun“, „Psycho“ und „Krankenakte Robert Schumann“ konnte das Weverinck-Management Matthias Brandt und Jens Thomas mit ihrem neuen Programm wieder nach Münster einladen. Mehr Informationen unter www.weverinck.de
Aufführungen
| Schauspiel
Der zerbrochne Krug
Theater Münster
In einer Bearbeitung von Wilke Weermann Im Zimmer der jungen Eve zerbarst ein Krug. Dorfrichter Adams Kopf und Fuß sind geschunden, die Amtsperücke ist verloren und unangekündigt steht Gerichtsrat Walter in der Stube, bereit die Utrechter Justiz zu begutachten. Eves Verlobter Ruprecht vermutet, dass ein Geliebter den Krug zerbrochen hat, die Nachbarin will den Teufel gesehen haben, der aus dem Fenster sprang, eine Perücke im Spalier zurücklassend. „So nimm, Gerechtigkeit, denn deinen Lauf!“, verkündet Adam und „judiziert“ sich selbst „den Hals ins Eisen“. Eve erleidet Lüge, Erpressung und einen sexuellen Übergriff, bevor sie den eigenen Richter anklagt. In die Flucht zu schlagen wäre hier nicht nur er, sondern auch – mit Kleists bissiger und humoriger Sprachkunst – das patriarchale Gewohnheitsrecht. Regie: Wilke Weermann Bühne: Nina Peller Kostüme: Teresa Vergho Sounddesign: Constantin John Dramaturgie: Victoria Weich Dauer: 1 Stunde und 35 Minuten, keine Pause
Aufführungen
| Schauspiel
And now Hanau
Theater Münster
Eine Koproduktion mit den Ruhrfestspielen Recklinghausen und dem Theater Oberhausen, in Kooperation mit dem Maxim Gorki Theater Berlin Am 19. Februar 2020 ermordet ein Rassist in Hanau neun Menschen: Fatih Saraçoğlu, Gökhan Gültekin, Hamza Kurtović, Kaloyan Velkov, Mercedes Kierpacz, Said Nesar Hashemi, Sedat Gürbüz Vili Viorel Păun und ein weiteres Opfer. Der 1969 in Neubeckum/Westfalen geborene Theaterautor, Regisseur, Schauspieler und Arzt Tuğsal Moğul setzt sich in seinen Werken mit den Auswirkungen rassistisch motivierter Gewalt in Deutschland auseinander. In seinem neuesten Rechercheprojekt bearbeitet er das Attentat von Hanau theatral. Moğul lässt in seinem Stück die Perspektive der Opfer zu Wort kommen und fragt nach den vielen Fehlern, die vor, während und nach dem Anschlag von Seiten der Polizei, Staatsanwaltschaft, Politik und den Medien begangen wurden: Der Attentäter war der Polizei bereits als rechtsextrem bekannt. Wieso wurde er nicht besser überwacht? Wieso war der Notruf 110 in der Tatnacht nicht erreichbar? Wieso war der Notausgang in der Arena-Bar verschlossen? Wie kann es sein, dass Einsatzleute des SEK am Tatort später als rechtsextremistisch entlarvt wurden? In enger Zusammenarbeit mit der Initiative 19. Februar Hanau fragt Moğul nach Konsequenzen und fordert eine lückenlose Aufklärung, damit wir den Opfern und Angehörigen gerecht werden und an sie erinnern. Bei den NSU-Morden gab es den Prozess im Oberlandesgericht München. Der Täter von Hanau hat sich der Verhandlung und seiner Verurteilung durch Selbsttötung entzogen, eine gerichtliche Aufarbeitung findet nicht statt. Tuğsal Moğul setzt sich mit den Morden nicht in einem herkömmlichen Theaterraum auseinander, sondern wählt ganz bewusst öffentliche Ort in der Mitte der Stadtgesellschaft, das Rathaus in Recklinghausen, den Rathausfestsaal und das Landgericht in Münster. Mitveranstalter für die Spieltermine im Landgericht: Präsident des Landgerichts Münster Ulrich Schambert Regie: Tuğsal Moğul Bühne & Kostüme: Marcin Wierzchowski Musik: Katharina Pelosi Dramaturgie: Victoria Weich Dramaturgie: Saskia Zinsser-Krys Dauer: 1 Stunde 25 Minuten, keine Pause
Aufführungen
| Schauspiel